
Chat with your Data: Wie NetSuite KI direkt ins ERP bringt
14. Oktober 2025Veröffentlicht am 14. Januar 2026
ERP‑Trends 2026 im DACH‑Raum: Wie Change Management sie in die Praxis bringt
Dieser Beitrag verbindet den Blick auf ERP‑ und KI‑Trends bis 2026 mit der Realität in DACH‑Unternehmen und macht sichtbar, welche Rolle die People Side of Change spielt.

Vom System of Record zur intelligenten ERP‑Plattform
ERP‑Systeme entwickeln sich in den kommenden Jahren zu zunehmend intelligenteren, stärker vernetzten und KI‑gestützten Plattformen. Für Verantwortliche in IT, ERP und Fachbereichen stellt sich damit weniger die Frage, ob diese Entwicklungen kommen, sondern wie viel davon im eigenen Unternehmen bis 2026 realistisch umsetzbar ist. Trendstudien und Marktanalysen zeichnen für 2026 das Bild von Lösungen, in denen generative KI Bedienoberflächen dialogfähiger macht, Berichte, Analysen oder Buchungsvorschläge in natürlicher Sprache formuliert, prädiktive Modelle frühzeitig auf Nachfrageverschiebungen, Lieferengpässe, Cashflow‑Risiken oder Wartungsbedarfe hinweisen und erste agentische KI‑Szenarien mehrstufige Aufgabenketten übernehmen – etwa vom Bestandscheck bis hin zu vorbereiteten Bestellvorschlägen. Ergänzt werden diese Entwicklungen durch etablierte Machine‑Learning‑Funktionen wie Anomalie‑Erkennung, automatisierte Workflows, Echtzeit‑Analysen und – in einigen Branchen – KI‑gestützte Optimierung von Nachhaltigkeits‑ und ESG‑Kennzahlen.
Viele der aktuellen ERP‑Trendstudien 2026 beschreiben damit einen Wandel weg vom rein rückblickenden „System of Record“ hin zu Systemen, die Daten aktiver nutzen: als Gesprächspartner:in über natürliche Sprache, als Frühwarnsystem in Prozessen und – in ersten Szenarien – als digitale Kolleg:innen, die Routineentscheidungen vorbereiten, während Menschen die Verantwortung behalten und Ausnahmen steuern. In modernen Cloud‑ERP‑Lösungen wie NetSuite fließen diese Funktionen zunehmend in integrierte Plattformen zusammen.
DACH‑Realitäten: Zwischen Trend und Alltag
Schaut man mit etwas Abstand auf diese Prognosen, ergibt sich für den DACH‑Raum ein deutlich vielschichtigeres Bild. Aktuelle Branchenstudien zeigen zwar, dass ERP‑Lösungen im Mittelstand weit verbreitet sind, Cloud‑Angebote und KI‑Funktionen im Portfolio der Anbieter:innen an Bedeutung gewinnen und hybride Multi‑Cloud‑Strategien als Zukunftsmodell gelten. Gleichzeitig arbeiten viele Unternehmen weiterhin mit stark angepassten Altsystemen, Excel‑Zwischenschichten und IT‑Teams, die einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, den laufenden Betrieb zu sichern.
Der Blick auf KI ist im DACH‑Kontext daher eher abwägend als euphorisch: Die Potenziale sind erkannt, erste Anwendungen – von automatischer Rechnungsprüfung bis zu prädiktiver Planung – zeigen in Pilot‑ und Teilumgebungen überzeugende Ergebnisse, doch Fragen zu Datenqualität, Sicherheit, Haftung, Governance und Wirtschaftlichkeit bleiben präsent. Hinzu kommt ein angespannter Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel und hohe Auslastung in den Fachbereichen begrenzen die Veränderungskapazität – oft stärker als Budgets oder Technologie.
Zwischen Transformationsdruck und Veränderungsmüdigkeit
Vor diesem Hintergrund erscheint 2026 weniger als Zeitpunkt, an dem alle Unternehmen cloud‑native, KI‑vollautomatisierte ESG‑Vorreiter:innen sind, sondern eher als Übergangsphase mit sehr unterschiedlichen Startpunkten: Einige Organisationen gehen voran und nutzen neue ERP‑ und KI‑Funktionen – etwa in NetSuite – gezielt als Hebel für Automatisierung und Souveränität, andere modernisieren Schritt für Schritt und konzentrieren sich zunächst darauf, Prozesse zu stabilisieren, Daten aufzuräumen und die eigene Organisation überhaupt in die Lage zu versetzen, von diesen Entwicklungen zu profitieren.
In der Praxis besteht die Herausforderung für Verantwortliche in IT, ERP und Fachbereichen weniger darin zu klären, ob diese Dynamiken relevant sind, sondern wie sie sich in einem realistischen Tempo und mit den vorhandenen Ressourcen gestalten lassen. Gerade im DACH‑Kontext rückt damit die Frage in den Vordergrund, wie sich ERP‑Trends 2026, KI‑Einführung und organisatorische Realität über ein tragfähiges ERP‑Change‑Management – zum Beispiel in einem NetSuite‑Projekt – miteinander verbinden lassen.
Studien zu digitaler Transformation und Arbeitswelt verdeutlichen, wie groß die Spannbreite in den Organisationen tatsächlich ist: Während ein Teil der Unternehmen mit hoher Veränderungsdynamik, mehreren parallelen Initiativen und steigenden Erwartungen an Effizienz, Transparenz und Compliance konfrontiert ist, erleben viele Mitarbeitende diese Verdichtung zunehmend als Belastung. Untersuchungen zu „Change Fatigue“ kommen zu dem Ergebnis, dass ein signifikanter Anteil der Beschäftigten sich von der Frequenz und Intensität von Veränderungen erschöpft fühlt und neuen Initiativen zunächst mit Skepsis oder Abwehr begegnet – selbst dann, wenn sie inhaltlich sinnvoll erscheinen.
Parallel zeigen Cloud‑ und Transformationsstudien aus der DACH‑Region zwar eine hohe grundsätzliche Bereitschaft zur Modernisierung, aber auch Ernüchterung darüber, wie viel Aufwand es kostet, neue Technologien wirklich in Prozesse, Verantwortlichkeiten und Arbeitsweisen zu integrieren.
Diese Gesamtlage führt dazu, dass Trendbilder und betrieblicher Alltag oft weit auseinanderliegen:
Auf der einen Seite ambitionierte Roadmaps mit ERP‑Modernisierung, KI‑Piloten und neuen Cloud‑Architekturen, auf der anderen Seite Teams, die bereits mehrere Veränderungsinitiativen begleitet haben und mit knappen Ressourcen umgehen müssen. Genau hier rückt die „People Side of Change“ in den Mittelpunkt, nicht als Gegensatz zur Technologie, sondern als Antwort auf die Frage, wie viel Wandel eine Organisation zu einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt aufnehmen kann und wie sich ERP‑ und KI‑Initiativen – ob mit NetSuite oder anderen Systemen – so gestalten lassen, dass sie anschlussfähig, verstehbar und tragfähig werden.
Fazit
Bis 2026 rücken ERP‑Trends und DACH‑Realität dort zusammen, wo Unternehmen ihre Ressourcen bewusst steuern, klar priorisieren und ein Wandeltempo wählen, das zur Organisation passt. Entscheidend ist weniger der nächste Trendimpuls als die bewusste Gestaltung eines Wandeltempos, das zur Organisation passt und eine „People Side of Change“, die dafür sorgt, dass ERP‑ und KI‑Initiativen – einschließlich NetSuite‑Einführungen und ‑Rollouts – im Alltag als Entlastung ankommen, nicht als zusätzliche Last.
Ihr nächster Schritt
Als spezialisierte Beratung an der Schnittstelle von ERP, KI und Change Management im DACH‑Raum unterstützen wir Sie dabei, die Veränderungsbereitschaft im Unternehmen realistisch einzuschätzen und gezielt die Faktoren zu stärken, die im Projektverlauf entscheidend sind.
Lassen Sie uns ins Gespräch kommen und gemeinsam prüfen, wie Sie die menschliche und organisatorische Seite Ihres Projekts strukturiert, praxisnah und vorausschauend einbeziehen können.


